ASV Schaafheim: Alles angerichtet für den Spitzenkampf

Mit einem Arbeitssieg beim Tabellenschlusslicht aus Niedernberg beenden die Bachgaubären die Hinrunde mit einer anhaltenden Siegesserie. Durch Schützenhilfe aus dem Odenwald rutscht der ASV einen Tag später sogar auf Platz zwei und trifft am kommenden Wochenende auf den ungeschlagenen Tabellenführer aus Gailbach. Die dezimierte zweite Mannschaft geht in Kleinostheim sang- und klanglos unter.


Ein Blick auf die Tabelle ließ die Machtverhältnisse vor dem Duell mit dem KSC Niedernberg klar erkennen. Der ASV Schaafheim hatte nach zwei Niederlagen zu Beginn der Saison nicht mehr verloren und konnte sich teils sehr deutlich gegen seine Kontrahenten durchsetzen. Die Niedernberger warteten hingegen weiterhin auf ihren ersten Sieg und fanden sich vor dem letzten Hinrundenkampftag auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Jedoch hatten die Sportler um Ex-Schaafheimer und KSC Vorsitzendem Peter Dölger bereits in der Vorwoche gezeigt, dass in jedem Fall mit ihnen gerechnet werden muss. Gegen den Tabellenführer aus Gailbach boten sie bereits eine schlagfertige Truppe auf. Nun wollten die Niedernberger alles dafür tun gegen Schaafheim ihren ersten Sieg einzufahren. Hierfür wurde Trainer Dyonisos Safaridis reaktiviert sowie der 3. Europameister von 2021 Michail Iosifidis aufgeboten. Am Ende konnte der ASV sich nach einem harten Stück Arbeit mit 9:16 belohnen.

Die zweite Mannschaft ging beim ungeschlagenen Tabellenführer aus Kleinostheim am Sonntag mit nur einem Sieg von der Matte. Marvin Stoeckel besiegte Routinier Tim Zewetzki mit 5:5 durch das Erlangen der letzten Wertung. Alle weiteren Begegnungen gingen klar an die Gastgeber. Eine Ausnahme stellte das Duell zwischen Tom Ouzounis und Lewin Gündling dar, welches Ouzounis unglücklich mit Abgabe der letzten Wertung beim Schlussstand von 4.:4 verlor.


Abbildung 1: Spektakulär sichert Jakob Eich dem ASV Schaafheim den Sieg beim KSC Niedernberg.


57kg (Freistil): David Bertram war bisher noch ungeschlagen und traf nun auf den Routinier und Bundesliga erfahrenen Dionysios Safaridis. Bertram begann etwas zu zaghaft und geriet früh in Rückstand. Im Anschluss kam er besser in den Kampf und konnte sich nach einem Rumreißer und anschließendem Durchdreher in Führung bringen. Er selbst gab im weiteren Geschehen jedoch zwei Mal seinen Rücken her und wurde ebenfalls mit Armeinschluss gedreht, sodass am Ende eine 11:4 Niederlage zu Buche stand. Der Kampfverlauf gab den Punktestand jedoch nicht her. Bertram hatte hier durchaus Siegchancen, musste sich der Erfahrung seines Kontrahenten aber letztendlich beugen. (2:0)

130kg (gr.-röm.): Gegen den Griechen Michail Iosifidis war für Torben Berndt kein Kraut gewachsen. Nachdem er zu Beginn des Kampfes gut mithalten konnte, verließen ihn mit fortschreitender Kampfzeit die Kräfte sodass er schlussendlich mit 14:1 Punkten die Segel streichen musste. (5:0)

61kg (gr.-röm.): Tony Brala gegen Roman Yatsenko lautete die Begegnung im Limit bis 61 kg. Gegen den starken Ukrainer musste Brala alle Kräfte aufbringen um sich letztendlich mit 1:3 durchzusetzen. Somit sicherte er dem ASV den ersten Sieg des Abends. (5:1)

98kg (Freistil): Die hochklassigste Begegnung des Abends erwartete die angereisten Zuschauer im Limit bis 98 kg. Marcus Plodek traf hier auf den Niedernberger Punktegaranten Mojtaba Ziaei. Plodek dominierte den Iraner und verteidigte dessen Angriffe souverän. Am Ende stand ein 3:7 Punktssieg zu Buche. (5:3)

66kg (Freistil): Im letzten Duell vor der Pause ging Lukas Buchheimer gegen Hakan Iren auf die Matte. Buchheimer besiegte den Niedernberger Sportler im Vorjahr souverän und ging daher favorisiert in diesen Kampf. Dieser Rolle wurde er gerecht, als er nach etwas weniger als einer Minute bereits mit 0:6 in Führung ging. Im Anschluss fand der Sportler der Heimmannschaft jedoch immer besser in den Kampf und punktete unter anderem durch zwei Unterachselwürfe. Buchheimer fand anschließend keine Mittel mehr und unterlag mit 8:6. (6:3)

75kg (Freistil): Nach der Pause wurde der Kampf bis 75 kg im freien Stil auf Grund beruflicher Verpflichtungen des Heimringers vorgezogen. Stefan Asan traf hier auf Radzabs Gadzialijevs. Mit 1:4 konnte Asan dem ASV den dritten Sieg im sechsten Kampf sichern und brachte die Bachgaubären somit wieder in die Spur. (6:5)

86kg (gr.-röm.): Jonas Höreth gegen Ferhat Pakis lautete die Kampfpaarung im Mittelgewicht. Höreth setzte sich souverän durch und konnte in der angeordneten Bodenlage mit Durchdrehern punkten. Gegen Ende der Kampfzeit ließ er jedoch konditionelle Defizite erkennen, die einen möglichen „4er“ verhinderten. Somit endete der Kampf mit 0:9. (6:8)

71kg (gr.-röm.): Lukas Fischmann blieb gegen den Niedernberger Neuzugang Michele Zicche, welcher die Reise aus Italien antrat, chancenlos und verlor mit 8:0. (9:8)

80kg (Freistil): In der Gewichtsklasse bis 80 kg stellten die Hausherren keinen Gegner für Lucas Diehl, der somit kampflos vier Zähler sicherte. (9:12)

75kg (gr.-röm.): Im letzten Kampf des Abends lag der ASV somit 3 Zähler vor den Hausherren. Mit einem Schultersieg hätte niedernbergs Erik Tangel den heiß ersehnten ersten Sieg daher noch sichern können. Im aktionsreichsten Kampf des Abends wusste schaafheims Jakob Eich dies allerdings zu verhindern und glänzte mit Würfen und Bodentechniken. Dennoch war der Kampf nichts für schwache Nerven, da Eich sich selbst zwei Mal in der gefährlichen Lage befand und der Sieg aus Sicht der Hausherren zum Greifen nahe war. Der Kampf endete nach 4:43 Minuten mit 4:19 vorzeitig zu Gunsten des ASV. (9:16)

Die Bachgaubären beenden die Saison somit mit einem weiteren Sieg und rutschen nach einer Niederlage der RWG Mömbris Königshofen beim SV Fahrenbach sogar auf Platz 2. Am kommenden Samstag um 20:00 Uhr kommt es dann in Gailbach zum Showdown. Der ASV Schaafheim hofft in der TSV Sporthalle in der Glaserstraße 2, 63743 Aschaffenburg (Gailbach) auf zahlreiche Unterstützung. Die Gailbacher sind bisher ungeschlagen und gehen als Favoriten in dieses Duell. Beim ASV Schaafheim wird man jedoch alles dafür tun, die Stimmung am Gailbacher Kerbwochenende etwas zu trüben.

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