Bachgaubären feiern deutlichen Sieg gegen Zweitligareserve

Das Oberliga-Team des ASV Schaafheim feiert mit 25:6 seinen ersten Heimsieg gegen die Reserve des KSV Rimbach. Im Nachwuchsbereich haben die Odenwälder die Nase vorne. Währenddessen sichert sich die zweite Mannschaft mit einem Sieg gegen KSV Waldaschaff die Tabellenspitze in der Hessenliga.


Am vergangenen Samstag war in der schaafheimer Kulturhalle abermals Ringkampfsport angesagt. Im Vorkampf trat die Jugendmannschaft des ASV gegen den Nachwuchs des Odenwälder Zweitligisten KSV Rimbach an. Die Gäste aus Rimbach sind in den vergangenen Jahren durch eine außerordentlich starke Jugendarbeit aufgefallen und konnten auch in Schaafheim zeigen, welche Qualität sie auf die Matte bringen. Lediglich Orest Podedvorny gelang ein Sieg auf der Matte. Er konnte im Limit bis 28 kg einen Schultersieg gegen Akbar Nasirli einfahren. Ronja Berndt wurde in der weiblichen Jugend kampflose Siegerin. Endstand 2:8 für die Gäste.

Im Anschluss wollte die Reserve des ASV ihre weiße Weste wahren und auch gegen die KSV Waldaschaff einen Sieg einfahren. Neuzugang Tom Ouzounis musste gegen den erfahrenen Routinier Kai Oliver Görisch seine erste Niederlage hinnehmen. Für Ouzounis war der Sieg bereits zum Greifen nahe, als er auf Grund der zuletzt erzielten Wertung beim Punktestand von 5:5, die Nase bis in die letzte Minute hinein vorn hatte. Er wollte allerdings zu viel, riskierte einen weiteren Beinangriff und ließ sich kontern, sodass am Ende eine 5:7 Niederlage zu Buche stand. Im weiteren Kampfverlauf mussten lediglich Pamir Jamalzai und Debütant Tobias Meingast eine Niederlage einstecken. Alle weiteren Kampfbegegnungen sicherten sich die Bachgaubären mit der maximalen Ausbeute von vier Mannschaftszählern. Besonders erfreulich war der Schultersieg von Neuzugang Cengiz Eker, der Turan Hasanli nach knapp zwei Minuten schultern konnte. Am Ende konnte die Reserve des ASV Schaafheim einen deutlichen 24:9 Sieg verbuchen und sicherte sich die Tabellenspitze der Hessenliga.



Abbildung 1: Gelungener Einstand für Cengiz Eker, der seinen Gegner auf beide Schultern drückte.


Nun war es soweit - die Sportler des Oberliga-Teams betraten die Matte um sich aufzuwärmen. Nachdem es zuletzt zwei Niederlagen vor heimischer Kulisse setzte, waren die Bachgau-Bären auf Wiedergutmachung aus. Jedoch mussten die Trainer Feti Karakas und Marcus Plodek auch in dieser Woche auf Grund von Ausfällen erneut improvisieren. Lukas Buchheimer ersetzte zum wiederholten Male die beiden Verletzten Jannik Buchheimer und Lukas Fischmann in ungewohnter Stilart im Limit bis 71 kg. Im Mittelgewicht ersetzte Jonas Höreth seinen angeschlagenen Bruder Julian. Die Odenwälder traten im Vergleich zu den ersten drei Begegnungen in ungewohnter Aufstellung an. Presiyan Mihov (80 kg, Freistil) und Georgi Dimitrov (98 kg, Freistil) blieben zu Hause, während Aleksander Mirchev (61 kg, gr.-röm.) und Radian Sebestyen (75 kg, gr.-röm.) die starke ausländische Achse der Rimbacher auffüllen sollten.

57kg (Freistil): Im ersten Duell des Abends traf David Bertram auf Leon Diogo Fernandes Zinser. Dass der junge Rimbacher Athlet nicht nur einen sehr langen Namen, sondern auch ordentlich was auf dem Kasten hat, zeigte er direkt zu Beginn und ging bereits nach 23 Sekunden in Führung. Im Anschluss kontrollierte Bertram den Kampf über die Armklammer, verkürzte um einen Punkt, gab jedoch zu Beginn der zweiten Runde zwei weitere Zähler ab. In der fünften Minute sicherte sich Bertram dann die Oberlage, setzte zum Durchdreher an und schulterte seinen Gegner rund eine Minute vor Ablauf der Kampfzeit. (4:0)

130kg (gr.-röm.): Im Schwergewicht traf Torben Berndt auf den rund 22 kg schwereren Doganay Kantar. Bernd dominierte den Kampf im Stand und konnte vor allen Dingen seine konditionellen Vorteile ausspielen. Am Ende setzte er sich mit 9:0 Punkten durch und sicherte der Mannschaft somit drei Zähler. (7:0)

61kg (gr.-röm.): Eine der hochklassigsten Begegnungen erwartete die Zuschauer im Limit bis 61 kg im griechisch-römischen Stil. Tony Brala, der zuletzt starke Leistungen zeigte, traf hier auf den bulgarischen Vizemeister von 2019 – Aleksander Mirchev. Brala war von Beginn an der aktivere Ringer, lief jedoch von Beginn an einem Rückstand hinterher. Letztendlich unterlag er in einem ereignisreichen Duell mit 11:13 Punkten und vergab somit den ersten Mannschaftspunkt an die Gäste. (7:1)

98kg (Freistil): Im Halbschwergewicht hatte Freistil-Trainer und Leistungsträger Marcus Plodek mit Tim Weber leichtes Spiel und siegte nach knapp vier Minuten mit 16:0. (11:1)

66kg (Freistil): Mit Felix Schmitt wissen die Odenwälder einen der besten Freistilringer in dieser Gewichtsklasse in ihren Reihen. Die stellte der junge Sportler auch im Duell mit schaafheims Routinier Edvard-Sandort Vajda unter Beweis. Während Vajda den Kampf bis in die zweite Minute offenhalten konnte, drehte Schmitt anschließend auf und sammelte Punkt für Punkt. Am Ende gelang es Vajda lediglich Schadensbegrenzung zu betreiben indem er den technisch überlegenen Punktsieg vermied und einen Zähler rettete. (11:4)

86kg (gr.-röm.): Nach sechs Jahren stand Jonas Höreth erstmals wieder in der Oberliga auf der Matte. Er ersetzte seinen Bruder Julian Höreth, welcher sich in der Vorwoche eine Verletzung zuzog und passen musste. Im Duell mit Rimbachs Jan Schwab hatten sich beide Kontrahenten nichts zu schenken. Höreth war letztendlich der aktivere Athlet und konnte sich mit 5:2 durchsetzen. (13:4)

71kg (gr.-röm.): Lukas Buchheimer zeigte erneut, dass er durchaus auch Qualitäten im griechisch-römischen Stil aufweist und schulterte Mads Hagedorn nach 54 Sekunden. (17:4)

80kg (Freistil): Die Gäste boten für ASV-Zugpferd Lucas Diehl keinen Gegner auf. Kampflos sicherte er der Mannschaft vier weitere Zähler. (21:4)

75kg (Freistil): Das Duell zwischen Stefan Asan und Giorgi Balishvili bot bereits im Vorjahr einen spannenden Kampfverlauf. Nachdem Asan gegen den kompakten und erfahrenen Baliashivili zu Beginn des Kampfes in Rückstand geriet ging er in der fünften Minute, auf Grund der zuletzt erzielten Wertung, erstmals mit 2:2 in Führung. Im Anschluss wollte er zu viel, ließ sich nach einem versuchten Beinangriff auskontern und unterlag letztendlich mit 2:7. (21:6)

75kg (gr.-röm.): Neuzugang Jakob Eich stand im letzten Kampf des Abends dem Ungarn Radian Sebestyen gegenüber. Der körperlich starke Gästeringer war zu Beginn des Kampfes aktiver und schickte Eich in die Bodenlage. Aus dieser konnte er sich umgehend befreien indem er die Handgelenke seines Gegners blockierte und aufstand. Als Sebestyen als Reaktion darauf den Druck erhöhen wollte, nahm Eich die Einladung an und verpasste ihm einen lupenreinen Kopfhüftschwung. Mit einem Schultersieg nach 1:57 Minuten sicherte er dem ASV vier weitere Zähler. (25:6)



Abbildung 2: Kein Entkommen! Jakob Eich macht den Sack nach knapp zwei Minuten zu und sichert dem ASV vier Zähler.


Beim Endstand von 25:6 setzten die Bachgaubären nach dem hohen Derbysieg in Großostheim ein weiteres Ausrufezeichen. Mit einem ausgeglichenen Punktekonto steht der ASV nun auf Rang vier in der Oberliga. Nach einem kampffreien Wochenende steht dann am Freitag, den 21.10.2022 im Duell mit dem SV Fahrenbach der Kampf um einen Platz auf dem Podest an. Die Odenwälder sind derzeit Drittplatzierter und haben eine herausragende ausländische Achse aufzubieten. Im Vorkampf wird die zweite Mannschaft auf den KSV Seeheim treffen. Der Abend wird im Namen der „Mexikanischen Nacht“ stattfinden und bietet kulinarische Highlights wie Nachos, Chili con Carne, Tequila und vieles mehr.


Nächster Heimkampf

Kulturhalle Schaafheim

Freitag, den 21.10.2022, Einlass 17:30 Uhr

18:30 Uhr ASV Schaafheim II vs. KSV Seeheim

20:30 Uhr ASV Schaafheim vs. KSV Rimbach II


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